Grammy Awards 2026 Serve as a Platform for Protest Against U.S. Immigration Policies

Protestnadeln und Aktivismus
Auf dem roten Teppich und während der Zeremonie, die am Sonntagabend stattfand, wurden sowohl direkte als auch indirekte politische Botschaften vermittelt. Aktivisten hatten zuvor dazu aufgerufen, dass Prominente Protestnadeln tragen, die sich gegen die Präsenz der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in den Gemeinschaften richten. Zu den Künstlern, die diesem Aufruf folgten, gehörten Billie Eilish, Finneas, Carole King, Justin und Hailey Bieber sowie Kehlani, Margo Price und Jason Isbell.
Wichtige Reden auf der Bühne
Bei der Entgegennahme des Preises für das Lied des Jahres betonte Billie Eilish, dass „niemand illegal auf gestohlenem Land ist“, was auf breite Zustimmung stieß. Die britische Sängerin Olivia Dean, die den Preis für die beste neue Künstlerin erhielt, erklärte, dass sie die Enkelin von Einwanderern sei, „die Anerkennung und Respekt verdienen“.
Direkte Kritik von Bad Bunny
Der lateinamerikanische Star Bad Bunny äußerte während seiner Dankesrede für das beste urbane Album eine direkte Kritik an der US-Einwanderungs- und Zollbehörde. Unter lautem Beifall sagte er: „Wir sind Menschen, keine Ungeheuer oder Außerirdischen“.
Hintergrund des Protests
Dieser Protest findet in einem Kontext zunehmenden öffentlichen Unmuts in den Vereinigten Staaten statt, ausgelöst durch Vorfälle, die landesweite Kontroversen hervorriefen, darunter die Erschießung einer Krankenschwester durch einen Grenzschutzbeamten und die Festnahme eines fünfjährigen Kindes sowie die Verhaftung von Journalisten und Aktivisten.
Mutige Stimmen aus der Musikszene
Jess Morales Rocketto, die Geschäftsführerin der Organisation „Mijente“, die sich für die Rechte der Latinx einsetzt, kommentierte die Ereignisse und erklärte, dass die Proteste der Künstler in diesem Jahr „mutiger“ erschienen als in der Vergangenheit. Sie betonte, dass „diese Nadeln nicht nur ein Accessoire sind, sondern eine klare Botschaft gegen das Eingreifen von ICE in das Leben der Gemeinschaften“.
Ängste und öffentliche Positionen
Rocketto wies darauf hin, dass viele Künstler zögern, ihre politischen Standpunkte öffentlich zu äußern, aufgrund von Druck seitens der Produktionsfirmen oder Geschäftspartner sowie persönlicher Ängste in Bezug auf ihren rechtlichen Status oder die Situation ihrer Familien, insbesondere innerhalb der Latinx-Gemeinschaft.
