Dollar Stärkung und Fortschritte in Friedensgesprächen drücken Gold- und Ölpreise weltweit

Goldpreise unter Druck durch Dollar
Gold setzte seine leichten Verluste fort und fiel im Spot-Handel um 0,07 % auf 4051,48 Dollar pro Unze, nachdem es in den frühen Handelsstunden einen Tiefststand von 4040,33 Dollar erreicht hatte. Auch die Dezember-Futures sanken um 0,5 % auf 4058,90 Dollar.
Der Rückgang fiel mit dem Anstieg des Dollars zusammen, der am Ende der letzten Woche den höchsten Stand seit fast einem halben Jahr erreichte, unterstützt durch Daten, die ein starkes Wachstum der US-Arbeitsplätze im September zeigten, mit einem Anstieg von 119.000 Stellen.
Ein stärkerer Dollar macht Gold, das in Dollar bewertet wird, für Inhaber anderer Währungen teurer, was die Nachfrage dämpft.
Zusätzliche Wirtschaftsdaten zeigten, dass die Aktivität in den US-Fabriken im November auf den niedrigsten Stand seit vier Monaten zurückging, bedingt durch Zölle und steigende Importkosten.
Die Erwartungen an eine Zinssenkung im nächsten Monat sanken auf 69 % laut dem „FedWatch“-Tool, nachdem sie in der vorherigen Sitzung bei 74 % lagen, was die Attraktivität von Gold verringert, das normalerweise von niedrigen Zinsen profitiert.
Entwicklung anderer Metalle
Silber: stieg um 0,23 % auf 50,15 Dollar pro Unze.
Platin: stieg um 1,96 % auf 1545,11 Dollar.
Palladium: stieg um 0,74 % auf 1392,46 Dollar.
Ölpreise sinken mit zunehmendem Optimismus über Friedensgespräche
Im Energiesektor fielen die Ölpreise und setzten die Verluste der letzten Woche fort, während der Optimismus über Fortschritte in den Friedensgesprächen zwischen Moskau und Kiew zunahm, die möglicherweise den Weg für eine Rückkehr russischen Öls auf die Märkte ebnen könnten.
Die Brent-Rohöl-Futures fielen um 0,32 % auf 62,35 Dollar pro Barrel, während das West Texas Intermediate um 0,4 % auf 57,84 Dollar sank.
Beide Rohölarten waren in der vergangenen Woche um etwa 3 % gefallen und hatten den niedrigsten Stand seit dem 21. Oktober erreicht, während Bedenken aufkamen, dass eine mögliche Aufhebung der Sanktionen gegen Moskau—im Falle eines Friedensabkommens—das Ölangebot erhöhen könnte.
Marktanalyse von IG-Analyst Tony Sycamore wies darauf hin, dass der Verkaufsdruck durch den Druck des US-Präsidenten Donald Trump auf ein „schnelles“ Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine verstärkt wurde, was die Märkte als möglichen Weg für die Rückkehr russischer Ölströme betrachten.
Obwohl die US-Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil am Freitag in Kraft traten und etwa 48 Millionen Barrel russisches Rohöl einfrieren, glauben die Märkte, dass Fortschritte in Richtung Frieden den Einfluss dieser Maßnahmen verringern könnten.
