Leonardo DiCaprio: Kinos könnten durch Streaming-Dominanz gefährdet sein

In einem Interview während seines London-Besuchs erklärte der 51-Jährige, dass die Filmindustrie sich in rasantem Tempo wandelt. Er stellte fest, dass Dokumentarfilme fast vollständig aus den Kinos verschwunden sind und Dramen nur noch für kurze Zeit gezeigt werden, bevor sie auf digitale Plattformen migrieren. DiCaprio sagte: "Ich weiß nicht, wohin dieser Weg führt, und ob die Menschen noch die Leidenschaft haben, Filme im Kino zu sehen."
Unterstützung für traditionelle Filmemacher
DiCaprio äußerte die Hoffnung, dass zukünftige Filmemacher die Möglichkeit erhalten, ihre Werke auf der großen Leinwand zu präsentieren, und betonte, dass die Bewahrung des Kinoerlebnisses eine echte Herausforderung darstellt.
Der Regisseur Paul Thomas Anderson, der DiCaprio im Interview begleitete, wies darauf hin, dass der Wettbewerb zwischen Kinos und Streaming-Diensten ein "heftiger Kampf" sei, da diese versuchen, das Publikum von den Kinos wegzulocken.
DiCaprios Haltung zur künstlichen Intelligenz
DiCaprio ist bekannt dafür, die traditionelle Filmkunst zu verteidigen und kritisierte die zunehmende Abhängigkeit von künstlicher Intelligenz in der Kunst, da ihm der menschliche Aspekt fehle. Er erklärte: "Jedes echte Kunstwerk muss vom Menschen ausgehen", auch wenn künstliche Intelligenz technisch beeindruckend sei.
DiCaprios Aussagen fallen in eine Zeit, in der die Filmbranche eine umfassende Diskussion über ihre Zukunft führt. Die veränderten Sehgewohnheiten und der wachsende Einfluss digitaler Plattformen stellen die traditionelle Filmindustrie vor beispiellose Herausforderungen.
