Wie ein britischer Unternehmer 200 Dollar pro Stunde im KI-Bereich verdient

Der 34-jährige Brite Utkarsh Amitabh erhielt Anfang 2025 ein unerwartetes Jobangebot von einem Start-up, das sein Berufsleben grundlegend veränderte.
Das Unternehmen micro1, spezialisiert auf das Training von KI-Modellen, lud ihn ein, Teil ihres Netzwerks von menschlichen Experten zu werden und an der Gestaltung der Zukunft der Arbeit teilzuhaben.
Obwohl Amitabh nicht arbeitslos war – er hat mehrere bedeutende Rollen als Autor, Universitätsdozent und Gründer einer globalen Karriereplattform inne und ist zudem Doktorand an der Universität Oxford – entschied er sich aus intellektuellem Interesse, diese neue Erfahrung zu machen, wie er in einer Erklärung gegenüber CNBC erklärte.
Amitabh sagte: "Meine Neugier hat mich angezogen, und die Möglichkeit, KI-Modelle zu trainieren, schien perfekt mit meinen Erfahrungen in Geschäftsstrategien, Finanzmodellierung und Technologie übereinzustimmen."
* Eine facettenreiche Karriere
Amitabh hat Abschlüsse in Maschinenbau und ethischer Philosophie und arbeitete über 6 Jahre bei Microsoft, wo er sich auf Cloud-Computing und KI-Partnerschaften konzentrierte.
Er verfasste ein Buch über die "Revolution der Nebenjobs" und schrieb eine Dissertation über die Auswirkungen von KI auf das Leistungsverständnis.
Deshalb sah er das Angebot von micro1 als natürliche Gelegenheit, insbesondere da die Flexibilität der freiberuflichen Arbeit es ihm ermöglicht, nicht mehr als 3,5 Stunden täglich zu arbeiten, während seine Tochter schläft.
* Attraktives Gehalt für KI-Training
Amitabh verdient 200 Dollarpro Stunde für das Training der KI-Modelle und hat seit Januar fast 300.000 Dollar verdient, einschließlich Boni.
Er betont jedoch, dass das Geld nicht der Hauptanreiz war, sondern die Übereinstimmung mit seinen intellektuellen und beruflichen Interessen, auch wenn er das Gehalt als "fair" für eine hochqualifizierte Tätigkeit betrachtet.
* Der Prozess des KI-Trainings
Das 2022 gegründete Unternehmen micro1 hat einen Marktwert von eine halbe Milliarde Dollar und basiert auf einem Netzwerk von über zwei Millionen Experten, die KI-Modelle für große Unternehmen wie Microsoft und andere Firmen aus der Fortune 100 trainieren.
Das Training erfolgt durch die Eingabe umfangreicher Daten und das Testen der Modelle mit komplexen Fragen, wie der Erstellung von Budgets oder der Vorhersage des Wirtschaftswachstums.
Amitabhs Rolle besteht darin, Probleme in verständliche Teile zu zerlegen und Fehler in einem präzisen Prozess zu überprüfen und zu korrigieren, was Stunden in Anspruch nehmen kann.
Amitabh bestätigte: "Diese Aufgabe erfordert hohe Konzentration und Aufmerksamkeit für Details, da Fehler sowohl von Menschen als auch von Maschinen kommen können. Die Arbeit erfordert auch ständige Kreativität, da sich die Modelle kontinuierlich weiterentwickeln."
* KI und der Arbeitsmarkt: Bedrohung oder Chance?
Zu den Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt äußerte Amitabh:
"Das ist die Billionen-Dollar-Frage."
Seine Sichtweise ist ein Gleichgewicht zwischen Optimismus und Realismus; er glaubt, dass KI einige Jobs ersetzen könnte, aber gleichzeitig auch neue schaffen wird.
Er verwies auf einen Bericht des Weltwirtschaftsforums, der prognostiziert, dass bis 203080 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen könnten.
Er fügte hinzu:
"Wissen ist keine begrenzte Ressource, und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine wird weiterhin entscheidend für den Fortschritt beider Seiten sein."
