Goldpreise fallen aufgrund steigender Anleiherenditen und Gewinnmitnahmen

Die Goldpreise erlebten am Dienstag einen Rückgang von über 1 %, was auf den Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen und Gewinnmitnahmen zurückzuführen ist, nachdem sie in der vorherigen Sitzung nahe dem höchsten Stand seit sechs Wochen lagen.
Der Goldpreis fiel um 54 Dollar und stabilisierte sich bei 4220,80 Dollar pro Unze, während die Gold-Futures für November um 1 % auf 4227,70 Dollar sanken.
Laut dem unabhängigen Analysten Ross Norman haben die Stärke des US-Dollars, die steigenden Anleiherenditen und Gewinnmitnahmen dazu geführt, dass das Interesse an Gold nachgelassen hat.
Investoren warten auf die anstehenden Kommentare von Federal Reserve-Vorsitzendem Jerome Powell, die möglicherweise weitere Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik geben. Das „FedWatch“-Tool der CME-Gruppe zeigt, dass die Märkte mit 88 % Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung bei der nächsten Sitzung im Dezember erwarten.
In diesem Zusammenhang erklärte Kevin Hassett, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, dass er bereit sei, den Vorsitz der Federal Reserve zu übernehmen, falls er ausgewählt wird. US-Finanzminister Scott Pruitt hatte auf die Möglichkeit hingewiesen, vor Weihnachten einen neuen Vorsitzenden zu ernennen. Hassett, der eine Politik niedrigerer Zinssätze befürwortet, könnte somit einen positiven Einfluss auf den Goldmarkt haben, da Gold keine Erträge abwirft.
Der Markt richtet auch sein Augenmerk auf wichtige Wirtschaftsdaten in dieser Woche, insbesondere auf die Beschäftigungszahlen für November, die am Mittwoch veröffentlicht werden, sowie den persönlichen Konsumausgabenindex für September, der für Freitag angesetzt ist.
Carlo Alberto De Casa, Analyst bei Swissquote, äußerte seine Prognosen und sagte: "Ich erwarte, dass Gold in den kommenden Wochen zwischen 4000 und 4400 Dollar stabil bleibt."
Im Silbersektor fiel der Preis von seinem Rekordhoch von 58,83 Dollar am Montag auf 57,42 Dollar pro Unze, was einem Rückgang von 0,9 % entspricht. Es ist erwähnenswert, dass Silber seit Jahresbeginn um 98 % gestiegen ist, unterstützt durch den Anstieg des Goldpreises, ein anhaltendes Angebotsdefizit und die Aufnahme in einen US-Entwurf für kritische Metalle.
Bei den anderen Edelmetallen fiel der Platinpreis um 2,1 % auf 1622,56 Dollar, während Palladium um 3 % auf 1442,22 Dollar pro Unze stieg.
