Oil Prices Could Exceed $70 by 2026 Amid Supply Concerns and Geopolitical Tensions

Erwartungen der Unternehmen und gegensätzliche Marktsignale
Die Führungskräfte der Ölunternehmen glauben, dass 2026 von stabilen Preisen geprägt sein wird. Händler hingegen interpretieren diese Erwartungen als „entgegengesetztes Signal“, da eine vorsichtige Haltung der Produzenten häufig zu geringeren Investitionen und einer Reduzierung der Produktion führt. Dies könnte später zu einem plötzlichen Anstieg der Preise aufgrund von Angebotsengpässen führen.
Geopolitik: Latente Spannungen
Ein Bericht von Oil Price hebt hervor, dass geopolitische Spannungen einen wesentlichen Einfluss auf die Preisgestaltung haben. Anhaltende Konflikte, wie der Krieg in der Ukraine, die Auswirkungen des israelischen Konflikts gegen den Gazastreifen sowie die Beschlagnahme venezolanischer Öltanker, erhöhen den globalen Angebotsdruck.
Der Bericht deutet darauf hin, dass die Aussichten auf Lösungen für diese Konflikte eher Wunschdenken sind, insbesondere angesichts der komplexen politischen Situationen in Moskau und Tel Aviv, wo jede Lösung, die nicht als „vollständiger Sieg“ gilt, intern riskant erscheint.
Aktuelle Preise: Anstieg unter US-Druck
In den jüngsten Handelsaktivitäten stiegen die Ölpreise, angetrieben durch verschärfte US-Maßnahmen gegen venezolanische Öltanker, die unter Sanktionen stehen. Brent-Rohöl stieg um 1,82 % auf 61,57 Dollar pro Barrel, während US-Rohöl um 1,88 % auf 57,57 Dollar anstieg.
Amerikanische Nachfrage: Wirtschaftliche Herausforderungen und Unterstützung
Die US-Wirtschaft befindet sich in einer kritischen Phase mit anhaltender Inflation und einer Arbeitslosigkeit, die die höchsten Werte seit der Corona-Pandemie erreicht hat. Dennoch könnte ein Rückgang der Ölpreise zur Inflationsbekämpfung beitragen, unterstützt durch eine realistischere Zollpolitik und Maßnahmen der Federal Reserve zur Zinssenkung, was der Wirtschaft einen gewissen Anreiz bieten könnte.
Chinas Nachfrage: Pessimismus ausgeschlossen
Im Gegensatz dazu schließt Oil Price einen drastischen Rückgang der chinesischen Ölnachfrage aus. Trotz gemischter Wirtschaftsdaten zeigt der chinesische Industriesektor weiterhin eine starke Leistung und bleibt ein Haupttreiber der Rohölnachfrage.
Marktanalyse 2026: Angebotsengpass versus stabile Nachfrage
Der Bericht weist darauf hin, dass der aktuelle Rückgang der Preise das Angebot in naher Zukunft einschränken könnte, insbesondere angesichts der anhaltenden geopolitischen Risiken. Sollte die globale Nachfrage stabil bleiben oder stärker als erwartet ansteigen, könnte der Markt auf einen Angebotsengpass zusteuern.
Erwartetes Szenario: Zunächst Rückgang, dann starker Anstieg
Für die kurze Frist prognostiziert der Bericht ein anhaltend negatives Bild in den ersten zwei Monaten des Jahres, mit der Möglichkeit, dass die Preise im Januar unter 50 Dollar pro Barrel fallen. Diese Phase könnte jedoch eine starke Erholung einleiten, die den Ölpreis bis Ende 2026 über 70 Dollar pro Barrel treiben könnte, unterstützt durch Angebotsengpässe und stabile globale Nachfrage.
