US-Dollar verzeichnet größten jährlichen Rückgang seit 8 Jahren und startet 2026 mit Verlusten

Die Erwartungen eines anhaltenden Rückgangs der US-Währung haben zugenommen, da sich geldpolitische und politische Veränderungen abzeichnen, insbesondere mögliche Änderungen innerhalb der Federal Reserve.
Zahlen belegen den Rückgang
Marktdaten zeigen, dass der Bloomberg-Dollar-Index im Jahr 2025 um etwa 8 % gefallen ist. Der Dollar konnte die Verluste, die seit dem letzten Frühjahr entstanden sind, trotz einiger begrenzter Erholungsversuche nicht ausgleichen.
Dieser Rückgang folgte auf eine starke Abwärtsbewegung, die nach der Einführung von Zöllen durch die Regierung von Präsident Donald Trump im April einsetzte, die in den Medien als "Tag der Befreiung" bezeichnet wurde, und die Auswirkungen dieses Schrittes waren bis zum Jahresende spürbar.
Die Rolle der Federal Reserve
Analysten sind sich einig, dass die Geldpolitik der Federal Reserve entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Dollars sein wird, insbesondere mit dem bevorstehenden Ende der Amtszeit von Jerome Powell als Vorsitzendem im nächsten Jahr.
Yosuke Miyairi, Analyst für Devisenmärkte bei Nomura, betont, dass die Märkte nicht nur auf die Zinssatzentscheidungen in den Sitzungen im Januar und März warten, sondern auch auf die Identität von Powells Nachfolger, wobei erwartet wird, dass Trump einen Vorsitzenden der Fed wählt, der eine lockerere Geldpolitik und tiefere Zinssenkungen bevorzugt.
Wird die Schwäche des Dollars 2026 anhalten?
Schätzungen deuten darauf hin, dass der Dollar im Januar schwach bleiben könnte, bevor das Tempo des Rückgangs in den folgenden Monaten nachlässt, gemäß den Erwartungen der Devisenhändler.
Dennoch bleibt Unsicherheit bestehen, da neue geldpolitische Maßnahmen und die Richtung der kommenden US-Regierung bevorstehen.
Währungen profitieren vom Dollar-Rückgang
Im Gegensatz dazu haben andere Währungen, insbesondere der Euro, bemerkenswerte Gewinne gegenüber dem Dollar erzielt. Der Rückgang des Inflationsdrucks und die Erwartungen an steigende Verteidigungsausgaben in Europa haben die Chancen auf Zinssenkungen in der Eurozone verringert.
Erwartungen an Zentralbanken in Kanada, Schweden und Australien, die Zinssätze anzuheben, haben ebenfalls zur Stärkung ihrer Währungen gegenüber dem Dollar beigetragen.
Positive US-Daten ändern nichts am Trend
Trotz positiver US-Daten, die einen Rückgang der Anträge auf Arbeitslosenhilfe auf eines der niedrigsten Niveaus in diesem Jahr zeigen, konnte der Dollar seinen allgemeinen Kurs nicht ändern.
Der Dollar-Index blieb in den letzten Sitzungen des Jahres relativ stabil, mit einem leichten Anstieg von 0,2 %, schloss jedoch den Dezember mit einem Rückgang von 1,2 %, was zeigt, dass der Druck auf die US-Währung weiterhin besteht.
