Trump: USA können Venezuelas Öl verwalten und die Wirtschaft wiederbeleben
January 8, 202691 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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US-Präsident Donald Trump erklärte in einem heute, Donnerstag, veröffentlichten Interview mit der New York Times, dass die Vereinigten Staaten in der Lage sind, Venezuela zu verwalten und die Öleinnahmen über einen längeren Zeitraum zu kontrollieren, um "das Land auf eine sehr profitable Weise wieder aufzubauen".
Trumps Plan für Venezuela
Während eines zweistündigen Interviews äußerte Trump, dass die USA das venezolanische Öl nutzen würden, um die Preise zu senken und finanzielle Unterstützung für das Land bereitzustellen, das er als "dringend darauf angewiesen" bezeichnete. Er sagte:
"Wir werden das Öl nutzen, wir werden das Öl nehmen, wir werden die Ölpreise senken und Venezuela Geld geben." Er betonte, dass die venezolanische Regierung unter Delcy Rodríguez, der amtierenden Präsidentin, "sehr gut mit Washington zusammenarbeitet", trotz ihrer früheren Loyalität zu Maduro. Über einen persönlichen Kontakt zu Maduro wollte er sich nicht äußern, wies jedoch darauf hin, dass Senator Marco Rubio regelmäßig mit Rodríguez kommuniziert.
Stellungnahme zu Kolumbien und Rückgang der militärischen Bedrohung
Früher hatte Trump militärische Maßnahmen gegen Kolumbien angedroht und den Präsidenten Gustavo Petro als "kranken Mann" bezeichnet, zog jedoch nach einem fast einstündigen freundlichen Telefonat zurück, was die unmittelbare militärische Bedrohung verringert hat.
Trump äußerte in sozialen Medien:
"Ich hatte die Ehre, mit dem Präsidenten Kolumbiens Gustavo Petro zu sprechen, ich schätzte seinen Anruf und seinen Stil und freue mich darauf, ihn bald zu treffen."
Stellungnahme des Kongresses und innerer Druck
Trumps Andeutungen zu Gewalt in Venezuela haben einige Mitglieder der Republikanischen Partei besorgt, nachdem er zuvor militärische Interventionen im Ausland kritisiert hatte. Der Senat plant, einen Beschluss zu diskutieren, der Trump daran hindert, militärische Maßnahmen ohne Zustimmung des Kongresses zu ergreifen.
Im vergangenen November war die Abstimmung über ähnliche Maßnahmen sehr knapp, was die Spaltung innerhalb der Republikanischen Partei in Bezug auf Trumps Politik gegenüber Venezuela verdeutlicht.
Kontext der venezolanischen Krise
Venezuela, das über die größten Ölreserven der Welt verfügt, leidet unter weit verbreiteter Armut und einer massiven Auswanderung, da in den letzten Jahrzehnten etwa acht Millionen Menschen das Land verlassen haben. Die Opposition und die Vereinigten Staaten machen die regierende sozialistische Partei für Korruption und Misswirtschaft verantwortlich, während Präsident Nicolás Maduro die US-Sanktionen und den wirtschaftlichen Rückgang anprangert.
Trumps Äußerungen deuten auf eine Strategie hin, die darauf abzielt, den US-Einfluss in Venezuela ohne militärische Intervention zu stärken, während die internationale Gemeinschaft die Auswirkungen dieser Politik auf die Region beobachtet.
