Mexican Volcano El Chichón Shows Signs of Activity After Decades of Dormancy
February 10, 202675 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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Der El Chichón-Vulkan in Mexiko hat nach über vier Jahrzehnten der Ruhe erneut wissenschaftliches Interesse geweckt, nachdem ungewöhnliche Aktivitätsindikatoren registriert wurden. Diese Entwicklungen haben Forschungsteams in Mexiko veranlasst, die Überwachungsmaßnahmen zu intensivieren, da Befürchtungen bestehen, dass diese Indikatoren auf potenziell gefährliche vulkanische Aktivitäten hindeuten könnten.
Temperaturanstieg und ungewöhnliche Gasemissionen festgestellt
Forscher der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko berichteten von einem signifikanten Anstieg der Temperaturen im Krater des Vulkans sowie von ungewöhnlichen Gasemissionen und der Bildung neuer schwefelhaltiger Ablagerungen zwischen Juni und Dezember 2025. Der Vulkan gilt als einer der gefährlichsten in der Geschichte des Landes, da sein Ausbruch 1982 etwa 2.000 Menschenleben forderte und weitreichende Schäden verursachte.
Farbänderung des Kratersees als geologisches Signal
Wissenschaftler beobachteten eine auffällige Veränderung der Farbe des Kratersees, der von Grün zu Grau wechselte, was auf eine erhöhte Konzentration von Sulfaten und Silikaten im Wasser hinweist. Zudem zeigen Temperaturmessungen einen deutlichen Anstieg im Kratersee und den umliegenden Bereichen, was auf innere Aktivitäten im Vulkan hindeutet.
Toxische Gase wecken Umweltbedenken
Die Forscher haben auch Emissionen von Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid festgestellt, die gesundheitliche Risiken darstellen können, insbesondere wenn sie sich in geschlossenen oder tiefgelegenen Gebieten ansammeln. Die Wissenschaftler betonen die Notwendigkeit einer genauen Überwachung dieser Emissionen, um ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Umwelt zu bewerten.
Wasserdampfausstoß deutet nicht auf bevorstehenden Ausbruch hin
Trotz der registrierten Indikatoren erklärten Experten, dass die aktuelle Aktivität wahrscheinlich auf hydrothermische Reaktionen zurückzuführen ist, die durch die Interaktion von heißem Grundwasser mit Gestein entstehen, und nicht auf die Bewegung von Magma. Die Vulkanologin Patricia Giacomi Paz bestätigte, dass das beobachtete Verhalten mit begrenzten dampfgetriebenen Explosionen übereinstimmt, während seismische Daten auf relativ niedrige Aktivitätsniveaus hinweisen.
Vergleich mit dem Ausbruch von 1982 und zukünftige Warnungen
Die Wissenschaftler betonen, dass die aktuellen Daten nicht mit den Bedingungen vor dem verheerenden Ausbruch in den 1980er Jahren vergleichbar sind. Dennoch können Vulkane ihre Aktivität jahrzehntelang oder sogar jahrhundertelang nach großen Ausbrüchen aufrechterhalten. Die Forscher sind der Ansicht, dass die Überwachung feiner Temperaturänderungen, der Wasserzusammensetzung und der Gasemissionen frühe Indikatoren für mögliche interne Veränderungen liefern könnte.
Moderne Technologien zur Verbesserung der Überwachung und öffentlichen Sicherheit
Das Forschungsteam nutzt fortschrittliche Technologien zur Überwachung des Vulkans, darunter Satelliten- und Drohnenfernerkundung sowie Feldgeräte zur Messung von Gasemissionen und Bodenverformungen. Die Wissenschaftler betonen, dass die fortlaufende Überwachung entscheidend ist, um potenzielle Risiken zu minimieren und die Sicherheit der nahegelegenen Gemeinschaften zu gewährleisten.
