Al-Azhar Betont: Glückwünsche an Christen sind Teil des Islam
January 1, 2026187 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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In einer wichtigen Erklärung hat der Großscheich von Al-Azhar, Dr. Ahmad Al-Tayyib, betont, dass die Glückwünsche an die Christen in Ägypten zu ihren Feiertagen aus den grundlegenden Lehren des Islam stammen und nicht von diesen abweichen, wie von einigen behauptet.
Diese Aussagen wurden in der Zeitung „Die Stimme von Al-Azhar“ veröffentlicht, in der der Großscheich auf abweichende Meinungen und verbreitete Fehlinformationen zu diesem Thema reagierte.
Der Islam als Religion der Zuneigung
Al-Tayyib erklärte, dass der Islam Nicht-Muslime aus der Perspektive der menschlichen Brüderlichkeit betrachtet. Die ursprünglichen Werte des Islam beruhen auf Toleranz und dem Zusammenleben, nicht auf Feindschaft oder Trennung.
Er betonte, dass die Glückwünsche an Christen nicht nur eine soziale Höflichkeit darstellen, sondern auch ein menschliches und religiöses Verhalten sind, das mit der Botschaft des Islam übereinstimmt.
Der Koran und die Beziehungen zwischen den Glaubensgemeinschaften
Der Großscheich wies darauf hin, dass der Koran eine klare Grundlage für die Beziehungen zu friedlichen Nicht-Muslimen legt, unabhängig von deren Glauben. Diese Beziehungen sollten auf Güte, Gerechtigkeit und Fairness basieren, ohne Diskriminierung oder Fanatismus.
Er bestätigte, dass diese Prinzipien für den Umgang in religiös und kulturell vielfältigen Gemeinschaften von zentraler Bedeutung sind.
Gleichheit aller Bürger
In einer bedeutenden Aussage betonte Al-Tayyib, dass die vollständige Gleichheit in Rechten und Pflichten aller Bürger, unabhängig von ihren Überzeugungen, ein unverrückbarer Bestandteil des Islam ist. Er betrachtete jede religiöse Rede, die dieses Prinzip ignoriert, als nicht im Einklang mit dem Geist der Scharia.
Schutz von Gottesdiensten
Der Großscheich stellte klar, dass der Koran und die Sunna den Bau von Kirchen nicht verbieten und dass die Scharia den Schutz von Moscheen, Kirchen und jüdischen Tempeln gleichwertig behandelt, da sie alle Orte der Anbetung sind, die bewahrt werden müssen.
Ein Aufruf zur Zusammenarbeit
Al-Tayyib schloss seine Botschaften mit der Aufforderung, dass die Beziehungen zwischen Völkern und Nationen auf Verständnis und Zusammenarbeit beruhen sollten, anstatt auf Konflikten oder religiösem Zwang.
